Bernd Schumann wurde 1979 in Chemnitz geboren und wuchs in Dresden auf. Von 1997 bis 2000 war er Mitglied der Komponistenklasse Halle-Dresden und erhielt Unterricht bei Uwe Krause und Silke Fraikin. Er absolvierte dann zunächst die Tonmeisterausbildung an der Hochschule für Musik in Detmold, studierte anschließend in Detmold, Bremen, Hamburg und Leipzig Komposition und Elektroakustische Musik, u. a. bei Prof. Martin Christoph Redel, Joachim Heintz und Prof. Ipke Starke, was er 2007 mit Diplom und 2012 mit Konzertexamen abschloss. Nach Stationen beim Es-Dur-Tonstudio in Hamburg und am Anhaltischen Theater in Dessau arbeitet er seit 2011 als Ton- und Videotechniker am Deutschen Theater Göttingen. Als Komponist ist er vor allem im Bereich der Instrumental-, live-elektronischen und akusmatischen Musik tätig, schreibt aber gelegentlich auch kurze Texte und dreht Experimentalvideos. Seine Werke wurden bislang in mehreren europäischen Ländern, den USA, Mexiko und Russland aufgeführt. Er gewann mehrere internationale Preise, u. a. im Wettbewerb der Tschechischen Gesellschaft für Elektronische Musik, im Counterpoint Wettbewerb in Italien und im InNova Musica Wettbewerb in Andorra. Darüber hinaus veröffentlichte er etliche Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien und Literaturzeitschriften. Zuletzt erhielt er 2016 ein Kompositions-Stipendium des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft Niedersachsen, außerdem gewann er einen Preis im Marburger Kurzdramen-Festival. 2017 gründete er die "Göttinger Abende Zeitgenössischer Musik", eine Konzertreihe für Neue Musik, die er bis heute leitet.